“Lengeschdörp - mi Dörp”:   Altes und Neues über eine Ortschaft aus persönlicher Sicht

Besonderes

Unter diesem Reiter sollen einige historische und auch aktuelle Aspekte von Lendersdorf vorgestellt werden, die nicht so einfach den vorangehenden Kapiteln zugeordnet werden können. Hierbei handelt es sich um:
Thuirs Mühle   -   das Feuerwehrhaus   -   das Lendersdorfer Krankenhaus    -   die Rurtalhalle

Thuirs Mühle

Es handelt sich um eine ehemalige Getreidemühle im Süden des Ortes, am Schneidhausener Weg 15, dessen Besitzer 1907 Josef Thuir hieß. Die Mühle wurde durch die Wasserkraft des Mühlenteichs in Gang gesetzt. Ab Frühjahr 1941 wurden hier etwa 50 Juden aus den städtischen Randbezirken und dem südlichen und östlichen Kreisgebiet, z.B. Gey, Maubach, Gürzenich, Kreuzau und Drove zusammengefasst. Die Männer mussten Pflasterarbeiten in der Lendersdorfer Hütte ausführen. 1942 wurden die Juden zum Bahnhof Düren transportiert und von dort per Bahn in die Konzentrationslager deportiert.

Die Stadt Düren hat diesem historischen Ereignis Rechnung getragen und innerhalb der Stadtgrenzen insgesamt 10 Stelen errichten lassen. Sie stammen vom Bildhauer Ulrich Rückriem, der die Säulen zwischen 1988 und 1990 schuf. Die besondere Technik von U. Rückriem besteht darin, Granitstein aus einem Steinbruch in Süddeutschland mit verschiedenen Techniken zu spalten und dann wieder in seiner ursprünglichen Form zusammenzusetzen. Die Dürener Stelen weisen alle ein Grundmaß von 4 m Höhe, 1 m Breite und 1 m Tiefe auf und haben alle einen symbolischen Bezug zum Nationalsozialismus.

Laut WIKIPEDIA werden seit 1992 in jedem Jahr am 9. November (Reichspogromnacht) um 19 Uhr an allen 10 Stelen in Düren Mahnstunden unter dem Thema "Erinnern – Wachbleiben" veranstaltet. Als Vorbereitende sind daran Schulen, Kirchengemeinden, Parteien, andere Gruppen und Einzelpersonen beteiligt. Das gilt auch für die Stele am Schneidhausener Weg, direkt an der Teichbrücke.

Das Lendersdorfer Feuerwehrhaus

Es wurde 1942 errichtet, in den 1950er-Jahren erfolgte eine Erhöhung des Turms. Im Jahr 2018 wurde das Gebäude umfassend mit finanzieller Hilfe der Stadt Düren saniert und das Gerätehaus für moderne Löschfahrzeuge optimiert. Letzteres befindet sich auf der Rückseite des Gebäudekomplexes, am Schwarzen Weg 12. Besonders augenfällig sind die drei neuen roten Tore.

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 Vorderseite des Feuerwehrhauses an der Hammerstraße

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Rückseite

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An der Seitenwand des heutigen Wohnhauses ist noch der Giebel des alten Mühlenhauses zu sehen. Von dort aus ragte das Wasserrad in den Mühlenteich.

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Rückriem-Stele an der Thuirs-Mühle, direkt am Mühlenteich

Das St. Augustinus Krankenhaus

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 Es ist eines von vier Krankenhäusern in Düren und liegt auf der rechten Seite der Rur, direkt an der Rurbrücke nach Niederau-Krauthausen. Das Krankenhaus war eine Stiftung des Papierfabrikanten Benno Schoeller an das Amt Birgel, zu der Lendersdorf damals gehörte. Durch diese Stiftung sollten alte und kranke Arbeiter der Firma und der angrenzenden Ortschaften Krauthausen, Lendersdorf, Birgel, Berzbuir und Kufferath gepflegt werden. Es wurde am 10. August 1897 in Betrieb genommen. „1928 erfolgte der Anbau eines Westflügels. 1961 wurde das Schwesternwohnheim St. Elisabeth gebaut. 1964 folgten der Betten- und Behandlungstrakt. Neue Operationssäle und eine Intensivstation kamen 1988 dazu. 1995-1997 wurde ein siebenstöckiges medizinisches Zentrum angebaut. 2005 wurde der Südflügel mit weiteren Zimmern und Praxen angebaut.“ Die Website https://www.wikiwand.com/de/St._Augustinus-Krankenhaus_(Lendersdorf) enthält zahlreiche weitere Informationen über die Hauptfachabteilungen und – so kurios es klingt – über die 2 Museen (Feuerwehrmuseum Lendersdorf und Dürener Karnevalsmuseum), die dort integriert sind!
Weitere Informationen finden Sie auch direkt auf der Website des Krankenhauses unter https://www.sankt-augustinus-krankenhaus.de/

Die Lendersdorfer Rurtalhalle

Die Rurtalhalle wurde im Jahre 1979 erbaut. Zuvor diente der Platz in unmittelbarer Nähe zur Kirche den Lendersdorfern als Kirmes- und Parkplatz. Die Halle wurde notwendig, weil der Saal Feron wegen Feuerschutzbestimmungen für Festivitäten aller Art nicht mehr genutzt werden durfte.

Die achtseitige Halle verfügt über einen Saal von 580 qm und trägt dazu bei, dass das spezifische Lendersdorfer Leben vor allem im Kulturbereich gewährleistet ist.

Seit der umfassenden Sanierung im Jahre 2019 erstrahlt die Halle wieder in neuem Glanz. Sie steht seit 2016 unter der Regie des Fördervereins Rurtalhalle Lendersdorf 2016 e.V.

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Die Halle kann von Bürgern, Vereinen oder Unternehmen für ihre Veranstaltungen gebucht  werden, egal ob es sich um private Feiern, Brauchtumsveranstaltungen, Firmenanlässe, Konzerte oder Sportveranstaltungen handelt. Zum Beispiel sind hier Karnevalsveranstaltungen, Schachturniere, Konzerte und sogar Boxveranstaltungen an der Tagesordnung.  Weitere Infos finden Sie auf der Website:  www.rurtalhalle.de

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